PC-Sicherheit

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Auch wenn Apple seit einiger Zeit auf der Überholspur zu fahren scheint, ist Windows immer noch mit weitem Abstand das meist-genutzte Betriebssystem. Laut http://gs.statcounter.com/#os-ww-monthly-201205-201205-bar ist die weltweite Marktdurchdringung von Windows 7 bei knapp 50%. Nimmt man alle gelisteten Windows-Versionen, dann kommt Microsoft auf fast 90% Marktanteil.
Jeder kennt Windows. Die Plattform bietet durch die vielen Nutzer auch die breiteste Unterstützung in allen Belangen und Einsatzbereichen. Windows ist relativ günstig, da oft schon beim PC-Kauf enthalten. Es sieht nicht schlecht aus und lässt sich mit kurzer Eingewöhnung gut bedienen. Einzig das Thema Sicherheit ererbt stetig von Version zu Version den faden Beigeschmack längst vergangener Vorfahren. Besser geht es natürlich immer. Konsens dürfte aber doch sein, dass mit Windows 7 der Ruf schlechter als das tatsächliche Produkt ist.Windows Sicherheitseinstellungen

  1. Was bringt Windows 7 mit:
    Windows 7 hat im Vergleich zum Vorgänger einige wichtige Sicherheitsmerkmale spendiert bekommen und präsentiert sich damit bedeutend zugeknöpfter. Die manchmal lästige Sicherheitsabfrage macht es Programmen, die auf das System zugreifen möchten, schwerer, unerkannt zu bleiben. Die Windows-Firewall verrichtet auf gutem Niveau unauffällig ihren Dienst. Der sich aktualisierende Defender hilft, Malware auf die Spur zu kommen. Die automatischen Updates von Windows inklusive der Sicherheitsanwendungen stopfen Sicherheitslücken schnell und ohne große Nacharbeit.
  2. Was brauche ich zusätzlich:
    Zusatzkomponenten sind damit zum Großteil verzichtbar. Zwar sind manche Firewalls noch präziser oder komfortabler in der Steuerung und Bedienung, einen soliden Grundschutz bietet die Windows-eigene Firewall jedoch ebenfalls. Unbedingt notwendig ist allerdings die Installation einer Anti-Viren-Software und natürlich auch das regelmäßige Update dieses Programmes. In der Grundeinstellung erfolgen die Updates bei den Viren-Wächtern automatisch. Ist man oft nur kurz online, dann lohnt es sich, von Zeit zu Zeit das Update manuell in Gang zu setzen. Antiviren-Programme gibt es viele. Wenn man Geld ausgeben möchte, dann werden die Funktionen immer umfangreicher. Mindestens einen kostenlosen Virenscanner sollte jeder nutzen, der mit dem PC ins Netz geht; erst recht, wenn der Computer für sensible Dinge wie Online-Banking eingesetzt wird.
    Interessante Programme mit kostenloser Basisversion sind: Avira Antivir, Avast Free Antivirus, AVG Antivirus Free 2012, Panda Cloud Antivirus, Microsoft Security Essentials
  3. Was muss ich beachten:
    Eine 100%-ige Sicherheit gibt es nie. Nicht beim Autofahren trotz aller Airbags, nicht beim Internet-Surfen trotz aller Programme. Mit einem gut gewarteten Windows 7 plus Virenscanner, sind die größten Sicherheits-Lücken gestopft. Und bei PC-Sicherheit ist es wie beim Fahrrad-Klau. Hat man vernünftige Vorkehrungen getroffen und verhält sich bedacht, gehen die meisten Diebe woanders hin.

Hier noch ein paar Hinweise für noch ein Quentchen Sicherheit:

  • Updates machen! Selbst das beste Programm kann nur sicher sein, wenn es die neuesten Updates installiert hat. Deswegen entweder die Updates auf Vollautomatik stellen oder regelmäßig per Hand Updates installieren. Dies betrifft besonders Windows selbst, dann die genutzten Browser und Sicherheits-Anwendungen wie den Virenscanner.
  • Cookies und Offline-Daten von Zeit zu Zeit löschen! Cookies und gespeicherte Website-Daten machen das Surfen manchmal einen Ticken schneller. Welches Cookie welche Daten sammelt und was genau wohin geschickt wird, lässt sich allerdings kaum eruieren. Deswegen entweder im Privat-Modus surfen oder Cookies und übrige Internet-Spuren regelmäßig löschen. Bei vielen Browsern kann man einstellen, dass diese Löschaktion beim Schließen automatisch ausgeführt wird.
  • Backups machen! Alles ist sicher und dann gibt die Hardware auf. Auch das ist möglich und wenn man bedenkt, welche Leistung z.B. eine Festplatte in ihrem Leben meistern muss, auch verständlich. Deswegen immer mal wieder Bilder und Dokumente sichern. Dazu gibt es Online-Laufwerke oder für wenig Geld eine USB-Festplatte. Mit USB3.0 geht das Backup dann auch recht flott. Je nach Nutzung und Wichtigkeit der Daten sollte das Backup öfter oder seltener gemacht werden. Ist ein häufiges Backup per externer Platte lästig, dann kommt auch ein NAS, also ein großer Speicher, den man per Netzwerk erreichen kann, in Frage. Mit 200€ ist man hier dabei.
  • Regelmäßig Voll-Scan! Ein Virenscanner und der Windows Defender sind eine feine Sache. Aber manchmal schlummert ein Virus in den Untiefen der Systemarchitektur, der sich eingeschlichen hat, bevor der Virenscanner dieses Muster kannte. Deswegen ist auch ein vollständiger System-Scan keine schlechte Idee.
  • Vorsicht ist besser als das Nachsehen! Mit all diesen Tipps kann der Alltag im Internet kommen. Doch die beste Software hilft nicht, wenn der Mensch an der Tastatur nicht vorsichtig bleibt. E-Mail-Anhänge mit ausführbaren Dateien von unbekannten Menschen soll man einfach nicht öffnen. Und wenn solche Grundregeln bei einem plötzlich auftauchendem Fenster nicht reichen, dann lieber mal „googlen“, ob es sich um eine normale Anfrage oder einen Angriff handelt. Glücklicherweise verbreiten sich Warnungen so schnell wie die digitalen Schädlinge.