Das ideale Profil- und Titelbild für Facebook und Twitter

Bild des Benutzers Nicola Rössert

Foto: Carola Langer / pixelioEgal, ob für ein privates Profil oder für die Seite einer Kirchengemeinde, ansprechende Profil- und Titelbilder gehören zu einem Facebook- oder Twitter-Account ebenso wie dessen regelmäßige inhaltliche Pflege. Profilbilder und Titelbilder sind öffentlich zugänglich. D.h. jeder, der Ihr Profil besucht, kann sie sehen und sollte sie sehen.

Der erste Eindruck zählt und Sie sollten die Bilder, mit denen Sie sich oder Ihre Einrichtung nach außen hin darstellen möchten, entsprechend sorgfältig auswählen. In jedem Falle sollten Sie diese Chance nutzen und nicht auf Profil- und Titelbilder verzichten. Leider gibt es sie zuhauf: Profile, bei denen weder ein Profil- noch ein Titelbild vorhanden ist, wirken weder besonders vertrauenserweckend noch besonders ansprechend, sondern einfach nur nachlässig. (Bei Twitter heißen diese bilderlosen Profile übrigens "Eggheads". - Und wer möchte schon einem anonymen Eierkopf folgen, geschweige denn mit ihm befreundet sein?)

Bei Facebook heißt es: "Dein Profilbild ist das Bild, das deine Freunde überall auf Facebook neben deinem Namen sehen. So erkennen sie dich. Dein Titelbild ist das große Bild oben in deiner Chronik. Damit hast du die Möglichkeit, ein einzigartiges Bild hervorzuheben, das wiedergibt, wer du bist und was dir wichtig ist."

Die Bilder sind öffentlich, und nicht jeder möchte von jedem erkannt werden. Bevor Sie sich allerdings dazu entschließen, statt eines Klarbildes ein Bild von Daisy Duck für Ihr Profil auszuwählen, sollten Sie sich überlegen, dass Ihnen damit nicht nur ziemlicher Ärger mit dem Disney Konzern drohen könnte (Bildrechte!), sondern dass möglicherweise nicht jeder wissen kann, dass Sie ein riesiger Fan der charmanten Ente sind und, dass sich hinter dem Namen Sabine Müller plus Daisy-Foto ausgerechnet Sie verbergen. Denn man geht ja in ein soziales Netzwerk, um gefunden zu werden und "Freunde" (=Kontakte) zu finden. Wenn es Ihnen nicht egal ist, dass jeder Sie erkennt, sollten Sie Ihr Bild also zumindest so auswählen/ausschneiden/verfremden/bearbeiten, dass Menschen, die Sie kennen, genug Informationen bekommen, dass sie Sie erkennen können. Da sind zusätzliche Informationen unter Info, Arbeit/Ausbildung etc. sowie ein aussagekräftiges Titelbild hilfreich. Das kann eine kreative Zeichnung der technischen Lieblinge sein (wie bei meinem Kollegen Miklós Geyer), eine Landschaft, die Sie besonders lieben oder sonst eine Impression, die etwas über Ihre Kompetenzen, Vorlieben und Ihre Persönlichkeit aussagen.

Übersetzt auf eine Kirchengemeinde oder sonstige Einrichtung bedeutet das, dass Sie versuchen sollten, Fotos oder Grafiken zu benutzen, um ein zutreffendes und wiedererkennbares Bild hiervon abzugeben. Das kann ein romantisches Winterbild Ihrer Kirche im Hintergrund kombiniert mit dem Kopf einer Lutherstatue im Profil sein. Ein besonders schönes Detail eines Kirchenfensters, einer Marienfigur, eines Engels, einer Orgel. Impressionen vom Gottesdienst oder Gemeindefest. ("Identifizierbare" Bilder von Kindern natürlich idealerweise mit Einverständnis der Eltern!) Oder auch einfach ein sachliches Logo mit einem farblich abgesetzten Karée als Header. Alles, was etwas über Ihre Gemeinde/Einrichtung erzählt, nur bitte kein Egghead. Schön ist auch, wenn das Titelbild - etwa jahreszeitlich - wechselt und im Frühjahr statt der Kirche im Schnee z.B. österlicher Blumenschmuck auf dem Altar zu sehen ist.

Sie haben die passenden Fotos gefunden und sind sicher, dass Sie die entsprechenden Bildrechte dafür haben. Damit die Optik dann aber auch wirklich stimmt, ist es nun wichtig, dass die Bilder die richtige Größe und Auflösung haben, damit sie nicht unscharf wirken und der Bildausschnitt stimmt. Bilder im Internet sollten grundsätzlich eine Auflösung von 72 dpi haben. Für Facebook gelten die folgenden Größenangaben: Ein Profilbild sollte die Maße180x180 px haben. Das Titelbild 851 x 315 px. (Falls Sie Fotos posten, sollten Sie darauf achten, dass diese möglichst die folgende Größe haben, damit der Bildausschnitt entsprechend vollständig erscheint: normal 403x403 px, als Highlight 843x403 px. Bilder für Meilensteine ebenfalls 843x403 px.)

Das Profilbild ("Foto") bei Twitter muss keine bestimmten Maße haben, es darf lediglich 700kb nicht überschreiten und sollte idealerweise quadratisch sein. Die empfohlenen Maße für das Titelbild ("Kopfzeile") sind 1252x626 px und die maximale Dateigröße 5 MB. Da es in der bunten Twitterwelt übrigens erlaubt und durchaus üblich ist, mehrere Profile zu haben, sind hier kreative Nicknames und phantasievolle Avatare weit verbreitet. (Es gibt "Textchaoten", "Wurfschuhe", "Haekelschweine", "Oberlehrer", "Frager", "LeiseLoewen", "Textzicken" und viele mehr.) Auch hier sollten Sie in jedem Falle die Bildrechte im Blick behalten.

 

Bei Twitter gibt es außerdem die Möglichkeit, den gesamten Hintergrund individuell mit eigenen Fotos/Grafiken zu gestalten:Hintergrund individuell gestalten bei Twitter.

 

 

Hier erklärt Ihnen meine Kollegin Nadine Bachmann, wie Sie auch ohne eigenes Grafikprogramm Bilder in der richtigen Größe erstellen können. Außerdem gibt es weitere informative Netzmarginalien zum Thema Bildbearbeitung und Bildformat.

Also, seien Sie kein Eierkopf und gestalten Sie ein optisch einladendes Profil für Ihr Facebook- und/oder Twitter-Account. Viel Spaß und gutes Gelingen!

Linktipp:

Wann ist ein Bildzitat erlaubt? Tipps von RA Thomas Schwenke.

Auf stern.de gibt es eine gute aktuelle Zusammenstellung der rechtlichen Fallen, in die man bei Facebook nicht tappen sollte.

Ab 15. Januar 2013 gelten neue Richtlinien für Facebook-Seiten. Hier können Sie nachlesen, welche Textangaben in Titelbildern noch erlaubt sind und wie hoch der Textanteil sein darf.

Hier nachträglich noch eine Infografik zum Thema Facebookbilder im Überblick, die uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde:

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